Oktober 22, 2026

Zinsbindung läuft aus? Ihr Fahrplan für die Anschlussfinanzierung

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Kurz vor Ende der Zinsbindung liegt meist ein Angebot der eigenen Bank auf dem Tisch. Eine Unterschrift, und das Thema ist erledigt. Warum sich gerade in diesem Zinsumfeld ein zweiter Blick lohnt und wie Sie dabei vorgehen.

Viele Praxen haben in den vergangenen Jahren Kredite für Räume, Übernahme oder Ausstattung zu niedrigen Zinsen abgeschlossen und für fünf, zehn oder fünfzehn Jahre festgeschrieben. Diese Zinsbindungen laufen nun nach und nach aus, und das Umfeld hat sich verändert. Die Europäische Zentralbank hat ihre Leitzinsen 2026 zweimal angehoben, im Juni und im September, zuletzt auf einen Einlagensatz von 2,50 Prozent. Für viele Praxen wird der Anschlusszins deshalb höher ausfallen als der bisherige. Umso wichtiger ist, wie gut das Anschlussangebot ist.

Das bequemste Angebot ist nicht automatisch das beste

Einige Wochen oder Monate vor Ablauf der Zinsbindung schickt die finanzierende Bank in der Regel ein Angebot zur Verlängerung, die sogenannte Prolongation. Das ist bequem: kein neuer Antrag, keine neuen Unterlagen, oft reicht eine Unterschrift. Genau darin liegt das Risiko. Wer nur dieses eine Angebot kennt, hat keinen Maßstab. Ob die Konditionen marktgerecht sind, zeigt sich erst im Vergleich mit dem, was andere Banken für dasselbe Vorhaben anbieten.

Ehrlich bleiben gehört dazu: Das Angebot der eigenen Bank kann sehr gut sein. Es sollte nur nicht das einzige bleiben, das Sie sich ansehen.

Ihr Fahrplan in fünf Schritten

1. Vertrag prüfen. Wann genau endet die Zinsbindung? Wie hoch ist die Restschuld zu diesem Zeitpunkt? Gibt es Sondertilgungsrechte, die Sie vorher noch nutzen können? Diese drei Angaben sind die Grundlage für jedes Gespräch.

2. Früh anfangen. Ein Wechsel braucht Vorlauf, etwa für die Prüfung der Unterlagen und bei Immobilienkrediten für die Übertragung der Grundschuld. Sechs bis zwölf Monate vor Ablauf ist ein guter Zeitpunkt, um Angebote einzuholen.

3. Optionen kennen. Es gibt drei Wege: verlängern bei der bisherigen Bank, zu einer anderen Bank wechseln oder sich die heutigen Konditionen per Forward-Darlehen schon für später sichern, gegen einen Zinsaufschlag. Zum Ende der Zinsbindung ist ein Wechsel ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich. Bei Zinsbindungen über zehn Jahre besteht zudem nach zehn Jahren ein gesetzliches Kündigungsrecht mit sechs Monaten Frist.

4. Neu zuschneiden. Die Anschlussfinanzierung ist eine Gelegenheit, Rate, Laufzeit und Tilgung an die heutige Situation der Praxis anzupassen oder eine anstehende Investition gleich mitzufinanzieren.

5. Auf gleicher Grundlage vergleichen. Angebote lassen sich nur dann sinnvoll nebeneinanderlegen, wenn sie auf denselben Annahmen beruhen: gleiche Restschuld, gleiche Zinsbindung, gleiche Tilgung.

Warum Unabhängigkeit hier zählt

Eine einzelne Bank kann Ihnen nur ihr eigenes Angebot machen. Das ist kein Vorwurf, sondern liegt in der Natur der Sache. Für einen echten Vergleich brauchen Sie den Blick auf mehrere Angebote.

Fleming ist eine digitale Finanzplattform für Heilberufe, keine Bank. Fleming verkauft kein eigenes Kreditprodukt, sondern arbeitet mit einem breiten Netz an Bank- und Finanzierungspartnern. Sie stellen Ihre Anfrage einmal digital, Fleming prüft Ihr Vorhaben, bereitet die Unterlagen strukturiert auf und holt Lösungen der passenden Partner ein, im Interesse Ihrer Praxis. Ob Praxisimmobilie, Investitionsdarlehen oder Anschlussfinanzierung mit neuer Investition: Sie entscheiden am Ende auf einer vergleichbaren Grundlage.

Bei einem Ihrer Kredite läuft in den kommenden Monaten die Zinsbindung aus? Prüfen Sie die Anschlussfinanzierung frühzeitig. Eine Anfrage, viele passende Banken, persönlich begleitet bis zur Zusage.

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